Wieso ich als Marketingcoach 9 Monate Social Media Pause gemacht habe & es die beste Entscheidung ever war!

Ich will ehrlich mit dir sein: seit MySpace, Lokalisten und FS-Location bin ich von Social Media fasziniert. Bereits in der Uni saß ich mit meinem Smartphone in der hintersten Reihe und verfolgte dort Trends, Challenges und checkte mich überall dort ein wo ich gerade war. Im Juli 2021 war für mich aber erst Mal Schluss. Keinen Tag habe ich diese lange Social Media Pause/ Digital Detox bereut! Wieso es für mein Business wichtig war und was du daraus lernst liest du hier.

Dynamische Netzwerke Instagram, TikTok und LinkedIn – warum du nie weißt was du posten sollst

Einheitsbrei auf Instagram – du siehst überall dasselbe

Das Rad neu erfinden ist unmöglich – auf Instagram, TikTok oder LinkedIn gibt es quasi alles. Jeder nutzt Canva, alle verfolgen Trends und springen sofort auf den nächsten Zug auf. Was eigentlich Spaß macht und zum Mitmachen anregt wird dir zu viel. Vier Anzeichen, dass du eine Social Media Pause vielleicht sogar ein Digital Detoxing brauchst:

  • obwohl du einen tollen Contentplan hast beschleicht dich ein Gefühl von „das ist alles Mist!“
  • du scrollst durch deinen Feed, liest Posts und schaust Videos, hast aber keine Motivation etwas zu kommentieren, weil dir nichts wirklich gefällt.
  • du freust dich kaum noch über Kommentare oder Interaktionen.
  • du willst dich selbst nicht mehr gerne zeigen, obwohl du damit eigentlich nie Probleme hattest.
  • plötzlich gefällt dir dein Instagram Feed nicht mehr oder dein LinkedIn Profil kommt dir langweilig vor.
  • die Ideen wollen nicht kommen: du weißt nicht, was du in deinen Stories posten sollst.

Kreative Blockade: du weißt nicht mehr was du posten sollst

1. Instagram Stories – dein Business (Leben) erscheint dir langweilig

Stories sind ein wichtiger Bestandteil deiner Social Media Strategie, weil sie Einblicke geben wie du arbeitest und manchmal sogar wie du lebst, mit wem du lebst oder wo du lebst. Vieles lässt sich aus Stories ableiten:

  • deine (Business) Werte
  • deine Expertise
  • deine Persönlichkeit

Wenn es dir sonst leicht fiel Stories zu erstellen und du dich richtig gefreut hast, etwas mit deiner Instagram Community zu teilen, fällt dir die fehlende Motivation sofort auf. Was früher total easy war erscheint dir plötzlich wie ein unlösbare Aufgabe. Um der Kreativität einen Schubs zu verpassen machen wir alle einen der häufigsten Fehler:

Stundenlanges Scrollen, um neue Ideen für Stories zu finden – wieso das nie funktioniert

Glaub mir, auch mir gehen trotz festem Contentplan Mal die Instagram Story Ideen aus. Was ich früher gemacht habe: durch die anderen Stories scrollen aus meinem Netzwerk und mich inspirieren lassen. Oder, noch schlimmer: bei den großen Marketingcoaches reinschauen, um zu sehen, was die gerade posten. Stunden später fiel mir immer noch nichts ein und selbst wenn wäre es nur eine Notlösung gewesen.

3 Gründe, wieso du nicht durch Instagram scrollen solltest, um Ideen für deine nächste Story zu finden:

  1. Jeder Instagram Feed und jeder Account ist anders. Selbst wenn dir eine Story gut gefällt heißt es noch lange nicht, dass sie zu dir als Businessfrau/Businessmann passt.
  2. Du verlierst dich und kommst plötzlich auf ganz andere Ideen, driftest ab und hast im schlimmsten Fall jede Menge Zeit vertrödelt.
  3. Du scrollst aus einem negativen Beweggrund und läufst so Gefahr, dich mit anderen zu vergleichen. Weil du momentan eher frustriert bist muss ich dir nicht sagen, wie das ausgeht.

2. Deine Instagram Bubble ist im Urlaubsmodus

Die Urlaubszeit begann langsam, ich merkte, dass die Menschen in meinem Netzwerk ein Päuschen einlegten. Nach einem Jahr Reisebeschränkungen wegen Corona genossen viele aus meiner Instagram Bubble die aufgehobenen Maßnahmen und düsten in den Süden. Statt wie früher alles zu teilen zogen sich sogar sonst sehr aktive Instagram Follower aus meinem Netzwerk zurück. Mir ging es ähnlich: Je näher der Urlaub rückte, desto weniger motiviert war ich etwas zu posten.

Es gibt das sogenannte Sommerloch auch auf Instagram. Obwohl ich gerade im Juli und August diverse Anzeigen in meinem Feed sehe, die behaupten Sommerlöcher sei erfunden und nicht existent halte ich dagegen. Meine Erfahrung zeigt, dass die Haupturlaubszeit für viele ein Anlass ist, eine Social Media Pause zu machen. Manchmal ploppen vorausgeplante Inhalte auf, aber die Interaktionen wie Kommentare, LIVEs oder Likes nehmen ab.

  • Beiträge voraus zu planen ist vollkommen okay! Auch wenn du keine Lust verspürst groß zu interagieren. Auch das darf sein – bitte mach dir keinen Druck.
  • Informiere deine Instagram Community, wenn du längere Zeit offline gehst, wenn dir danach ist. Selbst, wenn du es vergisst – was auch vorkommt ist das okay! Es gibt Situationen im Leben, die einen fordern und da fällt sowas hinten runter.
  • Urlaub ist etwas sehr Privates. Wenn du keine Bilder oder Videos in dieser Zeit teilen willst ist das total in Ordnung.

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3. Dein Business geht vor – du hast viel zu tun

Letztes Jahr habe ich viele laufende Projekte im Hochsommer gehabt. Neben zwei aufwendigen Website Relaunches hatte ich mehrere 1:1 Workshops, die ich vorbereiten musste. Außerdem wartete ein großes SEO Projekt, das ich mit einem Businesspartner gemeinsam wuppte. Es war viel los – ich wollte kurz vor meinem Urlaub die Projekte an meine Assistentin nahtlos übergeben und bis zur Übergabe an einem bestimmten Punkt sein.

Glaub mir, ich habe sehr oft gehört: „Du hast ein Mindset-Problem, wenn deine Ausrede ist: ich habe keine Zeit.“ Es ist meiner Erfahrung nach kein Mindset-Problem, sondern eine bewusste Entscheidung:

  1. Energie: ich habe nur ein begrenztes Maß an Energie. Wenn das aufgebraucht ist muss ich die Batterien aufladen. Mache ich das nicht bekomme ich zuerst Rückenschmerzen und dann eine Erkältung.
  2. Prioritäten: am Wichtigsten sind meine Kund/innen. Laufende Projekte stehen an erster Stelle. Alles andere kommt danach.
  3. Gewinn: ich bin nicht hier zum Spaß an der Freude, sondern weil ich mit meinem Business Geld verdienen will. Alles andere ist aus meiner Sicht bestenfalls ein Hobby. Was keinen Output bringt bekommt weniger Aufmerksamkeit. LinkedIn ist bei mir zum Beispiel profitabler als Instagram Marketing.

Die ersten vier Wochen ohne Instagram

Wenn du mich noch nicht kennst, erscheint dir das Folgende etwas drastisch. Kennen wir uns bereits gut weißt du ich bin ein „alles oder nichts“-Typ. Die erste Amtshandlung war, als ich feststellte, ich mache eine Instagram Pause, die App zu löschen. Es fiel mir erstaunlich leicht. Früher hätte ich mir das niemals vorstellen können. Damals war es die einzig logische Konsequenz.

1. Woche: Keine halben Sachen – Social Media Pause oder Social Media Arbeitstier

Versteh mich nicht falsch, aber ich halte nichts davon, von einer Social Media Pause zu sprechen und sich trotzdem in Instagram Stories zu zeigen oder Content zu veröffentlichen. Das ist für mich nicht konsequent und ich sehe den Sinn dahinter nicht. Eine Pause von Interaktionen zu nehmen, gleichzeitig aber eigenen Content zu posten macht keinen Sinn. Weder für die bestehende Instagram Community noch für den Aufbau von neuen Beziehungen. Deshalb löschte ich in der ersten Woche Social Media Pause meine gesamten Social Media Apps. Ich entschloss mich für ein Digital Detox!

Wenn du überlegst, eine Social Media Pause zu machen empfehle ich, das wirklich durchzuziehen. Musst du dich zwingen eine Auszeit zu nehmen ist auch nicht der richtige Zeitpunkt gekommen. Vielleicht ist dann die Pause sogar ganz überflüssig. Wieso solltest du auch von etwas zurücktreten, das dir Freude bereitet?

  • Bereitschaft abzutauchen: ich habe einige aus meiner Instagram Community verloren, von denen ich nie dachte, sie würden mir entfolgen und doch bin ich dafür dankbar. Denn ich habe auf diese Weise gesehen, wie sie tatsächlich ticken.
  • Sei konsequent: eine reine Story Pause zu machen ergibt keinen Sinn. Wenn du eine Auszeit brauchst nimm sie von der gesamten App.
  • Trotzdem online mit privatem Profil: auch das war für mich zwischendurch nicht drin. Ich habe Facebook, LinkedIn, YouTube und alle anderen Dienste ebenfalls gelöscht – komplettes Digital Detox!
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Tipp: Notiere unbedingt deine Logins! Ich habe das nicht bei allen Plattformen gemacht und hatte nach der Pause Schwierigkeiten, mich bei einigen Apps anzumelden. Mein YouTube Account war wirklich eine harte Nuss! 😃

2. Woche Social Media Pause: wie halte ich mich auf dem Laufenden?

Ich liebe es zu netzwerken, der Austausch mit anderen Businessladies ist mir wichtig. Sonst holte ich mir interessante Meetup-Dates aus LinkedIn, Facebook oder Instagram. Ohne die Apps war es eine Herausforderung an diese Netzwerktreffen zu kommen. Der erste Weg war Google: Ich suchte gezielt nach Treffen und fand ein paar interessante – zugegeben die besten finde ich heute noch auf Instagram oder LinkedIn.

Wie erfährst du was in deiner Bubble trendy ist wenn du offline bist?

Kreativität braucht Raum sich zu entfalten und eine Pause, um zu wachsen.

Think outside the box – werde kreativ

  1. Zapf dein Netzwerk an: ruf eine Businessfreundin an und triff dich mit ihr. Oft entstehen so interessante Gespräche – vielleicht hat sie Neuigkeiten aus deiner Branche, die du bisher nicht kanntest.
  2. Magazine und Zeitschriften: probiere branchentypische Printmedien aus. Viele davon gibt es als vierwöchiges Testabo.
  3. Google: folge Blogs. Zugegeben das ist sehr grenzwertig, aber für dich durchaus interessant. Viele Magazine pflegen ihre Blogs und veröffentlichen jede Menge Zahlen, Daten und Fakten.
  4. Fachmessen: besuche Mal wieder eine Fachmesse vor Ort. Dort erfährst du jede Menge Trends, Neuigkeiten und/oder Veränderungen. Außerdem machst du bestimmt neue, spannende Businessbekanntschaften.

Als erstes bin ich 2021 auf eine Fachmesse nach Riem gefahren. Zufällig waren einige Businessfrauen aus meiner Bubble anwesend und wir hatten einen sehr schönen Tag. Der größte Vorteil gegenüber Social Media: ich lernte sie endlich persönlich kennen. Es entstanden tolle Gespräche, die Stimmung war super und wir kamen uns näher. Daraus entstand eine tolle Kooperation, die ich vor 3 Monaten begann.

Tipp: Oft sind wir extrem in unserer digitalen Bubble gefangen und vergessen, wie toll die analoge Welt ist. Frag dich, welche Kommunikationswege du gehen kannst abseits der online Welt. Mach eine Liste: Messen, Events, Meet-Ups, Netzwerktreffen, Blogs oder Magazine und Zeitschriften. Alles was infrage kommt schreibst du auf. Für mich am Wertvollsten: das Netzwerk aktivieren.

3. Woche: habe ich alle Kontakte? 

Als ich mich zur Social Media Pause entschloss habe ich das rückblickend nicht durchdacht 🫢. Eigentlich hatte ich alle Kontakte in meinem Businesshandy – dachte ich. In der dritten Woche fiel mir auf, dass mir doch einige fehlten. Ich hatte es immer aufgeschoben zum Beispiel Mail Adressen zu tauschen, schließlich waren wir ja auf Instagram verbunden. Mein Plan: ich google die Person, gehe auf ihre Website und schicke ihr dann eine Nachricht über ihr/sein Kontaktformular. Doch leider hatten viele der Kontakte keine Website und wenn war diese eher wenig professionell. Nach einigen Versuchen hatte ich keine Lust mehr und gab auf. Manche Kontakte konnte ich also nicht außerhalb von Instagram aktivieren. Ich war sehr froh, dass ich eine wachsende E-Mail Liste hatte und dort die wichtigsten und meisten Kontakte waren. 

Tipp: Tausche mit deiner Community sobald wie möglich Kontaktdaten außerhalb von Instagram, LinkedIn und Co. Es ist nicht nur eine wichtige Vorbereitung für deine Social Media Pause, sondern auch wichtig, wenn du merkst, dass eine App mal down ist. 2021 war Instagram so oft down wie nie zuvor! Es gab sogar mehrere Tage, an denen ich Instagram nicht nutzen konnte. Mir hat das nichts ausgemacht, weil ich viele Mail Adressen meiner Follower/innen habe. Darum meine Empfehlung: pflege deine Maillingliste.

4. Woche – Social Media Pause: ich habe ein schlechtes Gewissen

„Als Marketingcoach ist es Pflicht auf Social Media aktiv zu sein“, einer der stärksten Gedanken, die in der vierten Wochen immer wieder aufploppten. Schließlich halte ich 1:1 Instagram Schulungen! Digital Detox ist da auf keinen Fall drin. Meine größten Ängste:

  1. Instagram Up-Dates: ich bekomme nicht mit, wenn Instagram neue Funktionen ausrollt und verpasse sämtliche Instagram Trends. Ich beschließe relevante Blogs zu abonnieren und bleibe so auf dem neusten Stand.
  2. Meine Instagram Follower Zahl sinkt: selbst wenn. Mir als Instagram Coach ist bewusst, dass die Anzahl der Follower überhaupt keine Rolle spielt für Gewinn.
  3. Meine Instagram Community ist böse: mit fast 40 Jahren entschuldige ich mich nicht, wenn ich an mich selbst denke. Nur wenn es mir gut geht und ich mental fit bin kann ich Leistung erbringen. Für die Art, wie ich mein Business betreibe entschuldige ich mich nicht bei anderen.

Was auf den ersten Blick „überheblich“ klingt macht bei genauerem Hinsehen Sinn. Du spürst, dass du einer Social Media Plattform überdrüssig bist, dass dir kein kreativer Gedanke kommt und du von den Beiträgen deiner Community sogar gelangweilt bist. Es ist jetzt der perfekte Moment für eine Pause! Alles in deinem Business darf sein, denn du bestimmst die Regeln.

Wieso meine Social Media Pause die beste Entscheidung überhaupt war:

  • Ich habe mich voll und ganz auf meine Website fokussiert. Ich habe sie als digitalen Vertriebspartner reaktiviert, überarbeitet und optimiert. Das brachte mir im Hochsommer 2021 insgesamt 12 neue Kundinnen. Drei Aufträge darunter überstiegen mein Umsatzvolumen massiv!
  • Meine Kreativität hatte wieder Raum zu wachsen. Mit jedem Tag entspannte ich mich mehr. Ich spürte, wie ich die Ideen wieder flossen.
  • Die Instagram Pause war für mich wie ein Filter. Es zeigte sich, wer in meiner Instagram Bubble tatsächlich zu engeren Businessbuddies gehört und wer nicht. Darüber bin ich sehr dankbar! Ich war nicht traurig darüber, dass jemand mir entfolgt ist, sondern dankbar. Jetzt sehe ich deutlich, wem ich wichtig bin.
  • Mein Selbstbewusstsein stieg sofort. Ich freue mich immer, wenn jemand in meiner Business Bubble wächst, erfolgreich ist und sein/ihr Business vergrößert. Doch ich spürte, dass ich begann meinen Feed zu vergleichen, meine Reels mit großen, erfolgreichen Accounts zu messen und meine Inhalte genauer prüfte als gewöhnlich. Die Pause nahm mir diesen Druck. Heute weiß ich: so wie ich bin, bin ich perfekt und mein Business sowieso!
  • Plötzlich interessant. Vor allem Interessentinnen, die auf Instagram länger in meiner Community waren kontaktieren mich. Sie wollten mit mir arbeiten! In den ersten vier Wochen Instagram Pause erhielt ich aus dieser Community drei Anfragen.

Versteh mich nicht falsch: Instagram Marketing ist super spannend! Ich liebe es, Stories zu erstellen oder nehme mir gerne die Zeit um einen Beitrag zu posten. Alle Formate von Instagram sind auf ihre Art aufregend. Trotzdem finde ich es okay, eine Instagram oder komplette Social Media Pause einzulegen. Wenn du in deinem Business mehrere Strategien hast, um an Kund/innen zu kommen ist das für dich sogar ein Booster! Wenn du spürst, dass eine Social Media Pause längst überfällig ist, du aber Angst davor hast, dass du dann keine Kund/innen mehr erreichst müssen wir uns dringend unterhalten! Buche am besten sofort ein Impulsgespräch, damit wir uns deine Marketingstrategie genauer ansehen. 👇👇👇👇👇👇👇👇

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